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lundi 10 novembre 2008

Konferenz Scham und Schuld. Geschlechter(sub)texte der Shoah

Konferenz
Scham und Schuld.
Geschlechter(sub)texte der Shoah

Eine Konferenz des Graduiertenkollegs "Geschlecht als Wissenskategorie" Humboldt-Universität zu Berlin, 14. - 15. November 2008

Konzeption: Konstanze Hanitzsch, Sven Glawion
Organisation: Maja Figge, Konstanze Hanitzsch, Sven Glawion, Florian Kappeler, Nadine Teuber

Scham und Schuld konstituieren zentrale Narrationen, in denen die Verbrechen der Shoah erzählt werden. Verhandeln die Überlebenden der Shoah darin ihre traumatischen Leiden, die unabschließbar sind, kursieren auf der Täter/-innenseite vielfältige Erzählungen, welche versuchen, die Shoah zu bannen und/oder in ein nationales, deutsches Motiv verwandeln.
Insbesondere die sexuelle Konnotation der Scham spielt hier eine bedeutende Rolle. Der Schwerpunkt unserer Konferenz liegt auf der Betrachtung des Umgangs mit der Shoah und ihrer von Scham und Schuld bestimmten Erinnerung auf der Täter/innenseite.
Von Interesse sind hier nicht nur die Gender-Codierungen von Scham und Schuld selbst, die im Erinnern und Verschweigen der Shoah zirkulieren, sondern auch die Frage nach dem Geschlecht  der als Männer und Frauen schuldig Gewordenen. Welcher Zusammenhang besteht zwischen den Gender-Codierungen und den Verbrechen der Shoah? Werden hier verborgene Schuldabwehr- bzw. Ermächtigungsstrategien durch die Einnahme von Opferpositionen wirksam? Auf der Konferenz werden aus literatur- und kulturwissenschaftlicher Perspektive verschiedene Schauplätze, wie Familie, Religion, Justiz, Psychoanalyse, Sex und Politik aufgesucht, an denen Scham und Schuld, ihre geschlechtliche Codierung und ihre strategisch-diskursive Verwendung in Erzählungen  über die Shoah zum Einsatz kommen.

mercredi 5 novembre 2008

Konferenz: linke Erinnerungspolitik am 8. November im Mehringhof in Berlin "Kein Vergeben - kein Vergessen"



Aus Anlass des 70. Jahrestags der Reichspogromnacht vom November 1938 findete am Samstag, 8. November 2008 in Berlin eine Konferenz unter dem Titel "Kein Vergeben - kein Vergessen" zu den Perspektiven linksradikaler Erinnerungspolitik statt. Die Konferenz steht im Zusammenhang mit der jährlichen Demonstration zum 9. November in Berlin-Moabit.


10-12 Auftaktveranstaltung

„Kein Vergeben - kein Vergessen! Unterschiedliche Formen linksradikaler Geschichtspolitik“

Das Auftaktpodium soll zeigen, welche verschiedenen Ansätze und Formen linksradikaler Geschichtspolitik es gibt. VertreterInnen von Initiativen zu Entschädigungszahlungen, aus der ZeitzeugInnenarbeit, Partisanenwanderungen u.ä. geschichtspolitischen Exkursionen, Alt- und Neunazi-Outing Gruppen und der kontinuierlichen Erinnernungsarbeit präsentieren ihre Arbeit und ihre Interventionen in die Geschichtspolitik der Regierung. Anhand ihrer jeweiligen Aktionsformen begründen verschiedene AktivistInnen, die AIM und der VVN ihre Ziele und den geschichtspolitischen Hintergrund ihres Eingreifens, wobei Bandbreite und Motivation linksradikaler Geschichtspolitik deutlich werden soll.

Podiumsdiskussion mit:


12-14 Workshopphase - „Zum Umgang mit der Geschichte“

In verschiedenen Workshops soll den Fragen nachgegangen werden, welchen Umgang mit der Geschichte es in der deutschen Linken gibt. Dabei sollen sowohl die im Auftaktpodium angerissenen Ansätze inhaltlich vertieft werden können, als auch andere Aspekte Raum finden, die eher für die Diskussion von Grundlagen für unser linkes Selbstverständnis relevant sind und weniger in konkreten Aktionen umsetzbar sind.

  • Auferstanden aus Ruinen – Anspruch und Wirklichkeit des DDR-Antifaschismus: Dietmar Wolf, Berlin
  • Das staatliches Gedenken und die aktuelle Gedenkstättenpolitik der Bundesregierung: Hannes Püschel / VVN-BdA
  • Initiative "Zug der Erinnerung-Berlin": Dirk Stegemann
  • Der Kampf um die Entschädigung: AK Distomo


GEMEINENSAMES MITTAGSESSEN MIT FOOD FOR ACTION


15-17 Workshopphase - "Die Bedeutung der Geschichte fürs Hier und Jetzt"

Während in den 50er/60er Jahren in der BRD der Kampf der Linken vor allem einer gegen das Schweigen und Verdrängen im unmittelbaren sozialen Umfeld und in den Institutionen war, stellt sich heute, unter veränderten gesellschaftlichen Vorzeichen, die Frage nach dem Umgang mit der Geschichte neu. Die offensichtlichen TäterInnen sterben aus, der ehemalige Außenminister meint Auschwitz läge im Kosovo und für Frau Schmidt und Herrn Mustermann ist der NS-Faschismus scheinbar auf Familienfeiern kein Streitthema mehr. Im Gegenteil, die bundesdeutsche Gesellschaft scheint sich einig: er sei bis ins Kleinste wissenschaftlich erforscht. Aber ist das so und selbst wenn? Wäre er damit auch in seiner gegenwärtigen Bedeutung erledigt? In diesem Block soll die Relevanz der Geschichte für unsere aktuelle linke Politik diskutiert werden. Was und wie kann und muss (linksradikale) Geschichtspolitik heute aussehen?

  • Gedenkstätten in der BRD - Ansprüche und Möglichkeiten: Kerstin Bischl / reflect!
  • Das Gegenseitige Lernen: die Arbeit mit ZeitzeugInnen: Tanja Von Fransecky
  • Dokumentation und Aktion: AK Angreifbare Traditionspflege (Dortmund)
  • Der „neue deutsche Opferdiskurs“ und das „Zentrum gegen Vertreibungen“: AG „MS Steinbach versenken“, gruppe subcutan
  • Umgang mit dem NS nach 1945 in der BRD und der DDR: Elke Gryglewski / Haus der Wannseekonferenz


17:30 Abschlussveranstaltung

„Aufgearbeitet wäre die Vergangenheit erst dann, wenn die Ursachen des Vergangenen beseitigt wären“

Die unterschiedlichen Themen und Positionen aus den beiden Blöcken sollen in zugespitzter Form auf dem Abschlusspodium noch einmal Raum finden und gemeinsam diskutiert werden können. Am Beispiel den Protesten gegen das so genannte „Heldengedenken“ in Halbe (FELS), der organisierten antifaschistischen Arbeit (ALB), der Kontinuität der antifaschistischen Intervention (VVN), der Neuorientierung in der Geschichtspolitik (N.N.) und dem Versuch des Brückenschlags aus den Lehren der Geschichte emanzipatorisch in die Gegenwart einzugreifen (AIM) soll der versuch unternommen werden, eine gemeinsame Position zu linker Geschichtspolitik zu finden und ihre Bedeutung für die tägliche Praxis in Form emanzipativer Veränderung der Gesellschaft für uns zu klären.

Podiumsdiskussion mit:

Ab 20 Film und Ausklang

mercredi 22 octobre 2008

Play it again, Karl


Marx-Herbstschule mit Podiumsdiskussion und Konzert/Party vom 24.-26.10.2008 in Berlin

Herbstschule bereits ausgebucht! Leider keine Anmeldung mehr möglich.

Die Marx-Gesellschaft e.V., der Berliner Verein zur Förderung der MEGA-Edition, Theorie.Organisation.Praxis Berlin und das Ums Ganze-Bündnis laden vom 24.-26. Oktober 2008 erstmalig zur Marx-Herbstschule. Geplant ist, in Arbeitsgruppen die “Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesse” aus den Manuskripten des Kapitals zu lesen und zu diskutieren. Der Text von Marx ist hier sowie in MEGA2 Band II/4.1, S. 24-130 zu finden. Die Herbstschule findet statt in den Räumen der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Haus des Neuen Deutschland, Franz-Mehring-Platz 1, die Teilnahme ist kostenlos. Da die räumlichen Kapazitäten begrenzt sind, bitten wir um eine Voranmeldung [Leider bereits geschlossen]. Den genauen Ablauf bekommt ihr nach eurer Anmeldung per Mail. Die Herbstschule wird unterstützt von der Naturfreundejugend Berlin und der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Samstag, 25.10. ab 19:30 im Festsaal Kreuzberg: Podiumsdiskussion “Play it again, Karl” - Was ist eigentlich Kritik im Sinne der Kritik der Politischen Ökonomie?

Teilnehmer: Michael Heinrich (Redaktionsmitglied Prokla und Autor), Anne Steckner (Bildungsreferentin des DGB), Diethard Behrens (Lehrbeauftragter Uni Ff/M und Autor), Christoph Lieber (Redakteur der Zeitschrift Sozialismus und Autor), Nadja Rakowitz (Autorin), Frank Engster

Anschließend Konzert und Party im Festsaal Kreuzberg (Skalitzer Straße, U-Kottbusser Tor) mit DJ KING FEHLER von der KNARF RELLÖM TRINITY, den SMALL TOWN GIRLS (Bandprojekt der Stella-Sängerin Elena Lange), Erich Lesovsky und der Sportbrigade Sparwasser.

samedi 18 octobre 2008

Grada Kilombas "Plantation Memories" am 25. 10.2008 um 20.30 Uhr im Café Transit Schlesische Straße 35 a

Grada Kilomba: Plantation Memories. Episodes of Everyday Racism

„Plantation Memories is a compilation of episodes exploring everyday racism. Linking postcolonial theory and lyrical narrative, the book provides a new and inspiring interpretation of everyday racism in the form of short stories. From the question “Where do you come from?” to the N-word to Hair Politics, the book is essential for anyone interested in Black studies, postcolonialism, critical whiteness, gender studies and psychoanalysis” (Unrast-Verlag, September 2008).

grada kilomba “The combination of these two words, ‚plantation‘ and ‚memories,‘ describes racism as not only the restaging of a colonial past, but also as traumatic reality.

Everyday racism, argues Grada Kilomba, is experienced as a violent shock which suddenly places the Black subject in a colonial scene where, as in a plantation scenario, one is imprisoned as the subordinate and exotic ‚Other.‘ „What a beautiful N.! Look how nice the N. looks. I want to be one too!“ says a girl to Kathleen. Kathleen is schocked, for she didn‘t expect to be perceived as the inferior ‚Other.‘

grada kilomba This moment of surprise and pain describes everyday racism as a mise-en-scéne where whites suddenly become symbolic masters and Blacks, through insult and humiliation, become figurative slaves. Unexpectedly, the past comes to coincide with the present and the present is experienced as if one were in that agonizing past, as the titel Plantation Memories announces.”

(Unrast-Verlag, September 2008)
price: 14€

Book Launch: Grada Kilomba - Plantation Memories

On Saturday, 25th October 2008 at 20:30 hours, Unrast Verlag organises the Book Launch of Grada Kilomba’s book “Plantation Memories” in Café Transit, Schlesische Str. 35A Berlin/Kreuzberg. Come and join the Celebration, enjoy the Reading, get a signed copy 16€ and listen/dance to the music with DJ Black Fox.

Book Launch
Sa. 25th October 2008 at 20:30
In Café Transit Schlesische Str. 35A Berlin/Kreuzberg
Reading / Urban Soul / Party

mardi 2 septembre 2008

Europäische Sommer-Universität Ravensbrück

Europäische Sommer-Universität Ravensbrück
Die Erinnerung an die Shoah an Orten ehemaliger Konzentrationslager in
West- und Osteuropa. Geschichte, Repräsentation und Geschlecht
15. bis 19. September 2008

Die diesjährige Europäische Sommer-Universität der Gedenkstätte
Ravensbrück ist dem Thema der Erinnerung an die Shoah an Orten
ehemaliger Konzentrationslager gewidmet. Diskutiert werden Genese,
Formen und Narrative der Erinnerung, wobei die Frage nach Funktion und
Bedeutung der Kategorie Geschlecht in den Repräsentationen zentral ist.
Schwerpunkte sind die Historiographie der Shoah und die
Erinnerungsgeschichte in Westund Osteuropa. Untersucht werden die
Repräsentationen des Mordes an den europäischen Juden an Orten
ehemaliger Konzentrationslager, wie beispielsweise Denkmäler,
Ausstellungen oder auch Praktiken des Gedenkens vor Ort. Darüber hinaus
geht es um die Frage nach den konkurrierenden Narrativen: Welche
sozialen Gruppen haben zu welchem Zeitpunkt an Orten
nationalsozialistischer Verbrechen ihre Erinnerung manifestiert? Thema
sind nicht nur die Transformationen memorialer Praxis in Ost- und
Westeuropa, sondern auch Fragen der Viktimisierung und Heroisierung in
den Repräsentationen. An den Vormittagen finden einführende Vorträge
statt. Diese werden am Nachmittag in Arbeitsgruppen vertieft, die
parallel durchgeführt werden. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und
Englisch. Eine Simultanübersetzung der Vorträge wird angeboten.

vendredi 22 août 2008

HipHop Ladies with Attitude Vernissage Tacheles

Catfight Magazine Anattitude Magazine & We B*Girlz
are organising the all-female Hip Hop exhibition:
”Hip Hop Ladies with Attitude"
in Berlin from the 22. - 31.08.2008.
Our exhibition will take place during the one-month female
Hip Hop event „We B*girlz Festival 2008“ and collaborates with that organisation.

After both making magazines for several years, we feel it is
time not only to visualise the amount of women in Hip Hop,
but also to bring them together in real life – that is why we are organising this event to rejoin Hip Hop females and
present our rich history to the public.

Agenda

August 22
> Hip Hop Ladies with Attitude - vernissage party with:
DJs Mok La Rok & P-Tess
Location: Blauer Salon, 5th floor of Tacheles
19:00 till the breakadawn
Entrance: Free

August 25-27
> Hip Hop workshops by Kweekvijver at location Alte Feuerwache

August 28
> Catfight Graffiti Jam with:
MadC(DE), Toofly(US), Shiro(JP), Faith47(SA), Mickey(NL),
Fany(DE), Wave(DE), Hera(DE), Spice(AU),
Massacre(SE),Winter(SE), Yeah(SE), Qge(NO), Venus(ES),
Politrix(SE), Sizta(SE), Numi(ES), Flai(ES), Malicia(ES),
Alice Mizrachi(US), F.Lady(NL), Jolie(DE) and more...
13:00-20:00h

> Stylebattle by Jazzstylecorner
with: DJ Murphys Law and moderation by Stella.
The concept is simple: battle other (female) graffiti
writers and show us your skillz! Come down to Tacheles and
battle with us, you can subscribe though our website
and at the event location.
15:00-17:00h

> Bookrelease party with:
DJs That Fucking Sara and Purita D spinning at the bookrelease party of Martha Coopers’ latest book Tag Town, presented by Dokument.
With booksigning by Martha Cooper.
Location: Blauer Salon, 5th floor of Tacheles
20:00 till the breakadawn
Entrance: Free

What the expo will bring to you
There will be a Hip Hop library and a hangout space, where you will be able to meet, have a cup of coffee and boost your Hip Hop knowledge. On the walls you will be able to see a huge female Hip Hop timeline, and a separate female graffiti timeline with contributions from all over the world. We'll install a DVD player for you to watch the female Hip Hop videos you love and the ones you never heard of. And to top it off, we'll have a shop with books, mixtapes, and the coolest female Hip Hop clothes brought to you by Kandieshop.

http://www.myspace.com/hhladieswithattitude
http://b-girlz-berlin.com/
http://www.catfightmagazine.com/

dimanche 27 juillet 2008

ladyfest berlin 6-10 august 2008


http://ladyfest.lautr.com/

dimanche 6 juillet 2008

Antisexistische Praxen II - 12./13. Juli 2008 im Mehringhof


Einladung zur Konferenz "Antisexistische Praxen II". Willkommen sind wie letztes Jahr Menschen jeden Geschlechts, also all gender. Einzelne Workshops und Veranstaltungen können bei Bedarf auch nur für bestimmte Geschlechter stattfinden. Die Konferenz bietet einen Ort des Kennenlernens und des Austausches von Erfahrungen zwischen verschiedenen Städten und Regionen.

Alltagssexismus, Möglichkeiten antisexistischer Intervention und antisexistischer Politik, Unterstützungsarbeit bei Sexismus und sexualisierter Gewalt, Definitionsmacht und Parteilichkeit, all das soll wieder Thema sein. Dieses Jahr würden wir aber gerne sowohl noch theoretischer werden und stärker die Strukturen, die Sexismus zu Grunde liegen, durchleuchten, als auch noch praktischer werden, mit konkreten Aktionen.

Reden über Sexismus und Antisexismus ist nicht einfach und potenziell verletzend. Deshalb bemühen wir uns einen Rahmen zu schaffen, in dem ein möglichst sicheres Reden gegeben ist, als auch Orte des Auffangensvorhanden sind.

http://www.antisexist-perspectives.so36.net/einladung.html

vendredi 27 juin 2008

Transgenialer CSD 2008 * 28.06. * 14 h Hermannplatz

Totgesagte leben länger... Trotz der Zersplitterung der linken, queeren Szene und dem beherzten Eingreifen der "23. Hundertschaft" der Berliner Polizei, haben sich wieder einige Verrückte zusammen gerauft, um dem Kuh'damm-CSD eine berechtigte, weil politische Alternative zu bieten.
Die Gentrifizierung in den Kiezen gehört genau so wie die auch in den pseudo-queeren Bezirken immer noch aktuelle Diskriminierung von Minderheiten an den Pranger.

Fürchtet Euch Ihr Spießbürger in Kreuzberg und Neukölln, die wütende Demo geht in eine neue Runde, im Kampf gegen:

- Gleichschaltung im Homo-Mainstream
- Nazi-Kult in der Szene und überall
- Polizeigewalt, Gewinnsucht und Geschlechtsdiktate
- Die Verteufelung der Fetischmaske, Sicherheitwahn und Überwachungsstaat
- die Grenzen in den Köpfen, zwischen den Menschen und in der Festung Europa
- Diskriminierungen und Übergrifflichkeiten auf Migrant_Innen und Menschen unterschiedlicher Hautfarben, Lebensweisen und körperlichen Eigenschaften in der Szene und überall.
- gegen Hartz4 und Militarisierung

Schnallt die Stöckel fest, rüscht das Brusthaar-Toupe auf, vergesst Eure BHs und liebsten Fetischmasken nicht! Schwingt Euch mit uns auf die Strasse! Aber bezahlt wird immer noch nicht!

Transgenialer CSD 2008
28.6.2008
14.00 Uhr
Treffpunkt Hermannplatz

Route: Hermannplatz, Sonnenallee, Holbrechtstrasse, Weserstrasse, Friedelstrasse, Ohlauer Strasse, Reichenberger Strasse, Kottbusser Tor, Adalbertstrasse. Oranienstrasse. Ende am Heinrichplatz.

Die großartige Demo mündet in einer glamourösen Abschlusskundgebung mit Perlen der queeren Subkultur wie Gloria Viagra, KaKoSonia, Edith Schröder, GlitterKlinik, Toni Transit, Tilly Kreuzfeld-Jakob und vielen weiteren Unterstützer_Innen.

jeudi 12 juin 2008

Alexander Rodtschenko * 12.06 - 18.08.2008 * Gropius-Bau

Alexander Rodtschenko ist einer der großen Künstler des russischen Konstruktivismus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Werk ist weltweit bekannt geworden und zählt bis heute zu den wichtigsten Positionen der Moderne. Bevor er Mitte der 1920er Jahre die Fotografie als neues Medium für sich entdeckte, hatte er sich bereits als vielseitig tätiger und innovativer Künstler in Moskau hervorgetan. Seine Auffassung von Fotografie verstand sich als radikaler Bruch mit der Kunstfotografie der Jahrhundertwende. Der fotografische Blick sollte revolutioniert werden, ein „neues Sehen“ die Gesellschaft und den Menschen – in einer Zeit epochaler Veränderungen in Russland und in Europa – verändern.

Alexander Rodtschenko war ein junger, links orientierter Künstler, als 1917 die Oktoberrevolution in Russland stattfand. Er wurde 1891 in St. Petersburg als Sohn eines Theaterequisiteurs geboren. Die Familie zog 1901 nach Kazan, wo Rodtschenko ab 1910 an der dortigen Kunstschule studierte. Dort lernte er seine spätere Frau, die Künstlerin Warwara Stepanowa kennen. 1914 siedelte Rodtschenko nach Moskau über und studierte kurze Zeit an der Stroganow-Schule für angewandte Kunst. Bereits zu diesem Zeitpunkt lehnte er die etablierten Auffassungen einer sensualistischen bürgerlichen Kunst ab und beschäftigte sich mit abstrakten Formen....

Die im Martin-Gropius-Bau gezeigte Ausstellung zeigt die vielen Facetten von Rodtschenkos bahnbrechendem fotografischen Werk: den Beginn mit den Fotomontagen, die Porträts der Freunde und Familie, teils als Mehrfachansichten, die Experimente mit Perspektiven, Bildstrukturen, Licht- und Schattenwirkungen, die Reportagen mit der Montage von Text und Bild, aber auch die Serie vom Zirkus und die letzten Experimente mit Farbfotografie. Erstmals sind Arbeiten aus dem von den Erben verwalteten Nachlass zu sehen. Die Ausstellung wurde von Olga Sviblova, Direktorin des „Haus der Fotografie Moskau“ kuratiert.

http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/11_gropiusbau/mgb_04_programm/mgb_04_kommende_ausstellungen/mgb_04_komm_Ausstell_ProgrammlisteDetailSeite_9302.php

samedi 7 juin 2008

Drag Festival Berlin 2008


1-18h Workshop „Brother for a day“ (zweitägig, auch 8.6.08)
von Diane Torr, Anmeldung workshop@drag-festival.net
ETI, Rungestr. 20, 10179 Berlin

13-17h Workshop Tittex Nähen
mit Moritz G.
Stitch ´n bitch, Wrangelstr. 80, Anmeldung workshop@drag-festival.net

14:30-18h Workshop Vollbartkleben
mit Christiane Neuss
Naunynritze, Projektraum, Naunynstr. 63, 10997 Berlin
Anmeldung workshop@drag-festival.net

20h Performanceabend #2

Mit Diane Torr (Glasgow/NY), Julius Kaiser & Kyrahm (Rom), DJane Teutonia (Wien), Eyes wild drag (Rom), Sheila J. Self Debase (Berlin), Miss Debra Kate u.a.

Moderation: Moritz G. & Kaey
Ballhaus Naunyn, Naunynstr. 27, 10997 Berlin
8/5 euro

ab 23h Drag Festival Party
DJs Gloria Viagra (Berlin), Cisnita (Berlin), Snivlem (Wien), Tina Pornflakes (Milano, Berlin)
Show mit Sissyboyz (Bremen), Spicy Tigers on Speed (Berlin), Da Boyz (Warschau), Julius Kaiser (Rom), Jerusalem Kings, Eyes Wild Drag (Rom) u.a.

Moderation: Gisela Sommer & Inge Borg
SO36, Oranienstr. 190, 10999 Berlin
8/5 euro

So 8.6

11-18h Workshop „Brother for a day“ (zweiter Teil)
von Diane Torr, Anmeldung workshop@drag-festival.net
ETI, Rungestr. 20, 10179 Berlin

12-18h Chill & Grill
Ballhaus Naunyn, Naunynstr, 27, 10997 Berlin
Eintritt frei

14h Drag Extreme Photoshoot
im öffentlichen Raum in der Nähe vom Ballhaus Naunyn, Eintritt frei


http://drag-festival.net/drag/?page_id=6

vendredi 23 mai 2008

14. Jewish Film Festival Berlin & Potsdam 2008

Vom 25. Mai bis 5. Juni findet das 14. Jewish Film Festival statt. Kuratiert von der Leiterin des Festivals, Nicola Galliner, und veranstaltet von der Jüdischen Volkshochschule der Jüdischen Gemeinde zu Berlin versammelt das Programm 31 Filme, die zum großen Teil erstmals in Deutschland gezeigt werden. Anlässlich des 60. Jahrestages der Staatsgründung Israels liegt der Schwerpunkt des diesjährigen Festivals auf Filmen aus Israel: in 16 Dokumentar- und Spielfilmen werfen die Regisseurinnen und Regisseure einen Blick zurück auf die Geschichte ihres Landes und durchleuchten die komplexe Gegenwartssituation der israelischen Gesellschaft. Wie in den letzten Jahren können wir erneut zahlreiche Regisseure, Drehbuchautoren und Produzenten der Filme in Berlin begrüßen, die ihre Filme persönlich vorstellen und diskutieren werden.

http://www.jffb.de/

jeudi 22 mai 2008

Viktor Jerofejew am 23. Mai 2008 in der Böll-Stiftung Berlin

Fr 23.5.08 19 bis 21 UhrHeinrich-Böll-Stiftung
Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Der gute Stalin. Die Macht der Vergangenheit in der Gegenwart
Lesung und Gespräch
Lesung und Gespräch mit:
Viktor Jerofejew, Schriftsteller, Moskau
Ralf Fücks, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

aus Viktor Jerofejews Roman liest: Irina Sommer

„Ich hatte eine schöne stalinistische Kindheit“, schreibt Viktor Jerofejew in seinem 2004 erschienenem Buch „Der gute Stalin“. Halb Roman, halb autobiographischer Essay, schildert Jerofejew darin seine persönliche, familiäre Erfahrung mit dem sowjetischen Diktator, die im Kontrast zu der vieler anderer Millionen Sowjetbürger gar nicht schrecklich war. Als Sohn eines sowjetischen Diplomaten und Stalin-Übersetzers lebte Jerofejew „ein liberales, luxuriöses Leben mit vielen Privilegien“ inmitten der stalinistischen Schrecken.

Jerofejew ironisiert eine widersprüchlich Erfahrung, die viele Sowjetbürger und ihre Kinder und Enkel noch heute mit sich herum tragen: hier der siegreiche vaterländische Krieg gegen Hitlerdeutschland und ein enormer wirtschaftlicher Modernisierungsprozess, dort der große Terror und der GULAG.

http://www.boell.de/navigation/index-539_35313838.html

samedi 17 mai 2008

N. Sznaider und M. Brumlik am 18.05.08 in der Böll-Stiftung

So 18.5.08 18 bis 20 UhrHeinrich-Böll-Stiftung
Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Zeitgeschichte im Gespräch #19

Gedächtnisraum Europa - Die Visionen des europäischen Kosmopolitismus. Eine jüdische Perspektive

Das Europa des 21. Jahrhunderts definiert sich kosmopolitisch. Universale Symbole wie die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" und der Begriff des "Verbrechens gegen die Menschheit" dienen als Orientierung für kosmopolitische Gedächtniskulturen – Schlagworte, die gerade in Europa nach der konkreten historischen Erfahrung des Mordes an den europäischen Juden als politische Grundbegriffe formuliert wurden. Bei all diesen Debatten werden jüdische Stimmen jedoch nicht wahrgenommen. Mit Bezug auf die Schriften von Hannah Arendt versucht Natan Sznaider zu zeigen, wie sich zurzeit besonders in Europa eine neue kosmopolitische Sprache und Wirklichkeit herausbildet, die sich ohne Rückgriff auf das jüdische Gedächtnis über den Judenmord definieren will. Dieser Diskussion stellt sich der Autor in seinem Werk und anschließend im Gespräch.

Mit:
Natan Sznaider, Autor des Buches "Gedächtnisraum Europa"
Micha Brumlik, Autor des Buches "Kritik des Zionismus"
Waltraud Meints-Stender, wiss. Mitarbeiterin im Hannah Arendt Zentrum der Universität Oldenburg

http://www.boell.de/navigation/index-539_35303632.html

vendredi 16 mai 2008

Jewgeni Chaldej Retrospektive


Der bedeutende Augenblick - Ausstellung im Martin Gropius Bau Berlin 8. Mai - 28. Juli 08

Nahezu 200 Fotografien und eine Vielzahl zeitgenössischer Dokumente illustrieren das bedeutende Gesamtwerk von Jewgeni Chaldej. Kurator der Ausstellung ist Ernst Volland. Ein Großteil der Fotos stammt aus der Sammlung Ernst Volland / Heinz Krimmer.

jeudi 1 mai 2008

Israelische Filme aus den 50ern im Zeughaus Kino ab Ende April

M AUFBAU
ISRAELISCHES KINO. EINE RETROSPEKTIVE

Israel wird 60, das israelische Kino gar noch ein bisschen älter. Während viele Deutsche das Filmland Israel vor allem mit Eis am Stiel verbinden und ernster zu nehmende Produktionen erst in jüngster Zeit den Weg von Festivals über einen Verleih schließlich auch in deutsche Kinospielpläne finden, hatte eine substantielle Filmproduktion bereits zur Zeit des britischen Mandats in Palästina eingesetzt. Entstanden Filme zunächst vor allem im Auftrag zionistischer Organisationen, differenzierte sich das Bild in den sechziger Jahren, und neben einem höchst produktiven Unterhaltungskino wuchs eine Generation von Autorenfilmern heran, die ihre Ausbildung in Paris, New York und anderswo gemacht hatte und nun darauf drängte, die Erfahrungen aus dem Ausland in den lokalen Kontext einzubringen.
In der Retrospektive mit Arbeiten aus den Fünfzigern bis Siebzigern sind Filme zu entdecken, die fast schon als verloren gelten mussten und jetzt dank der Zusammenarbeit vieler Partner in Israel und Deutschland mit neuen Kopien auf die Leinwand kommen. Werke, die hier kaum je zu sehen waren, stehen für eine Binnensicht auf ein Land, dessen Bild uns durch seine Omnipräsenz in den Tagesmedien allzu sehr verstellt ist. IM AUFBAU zeigt die ersten Schritte eines Filmlandes, das unter schwierigen Bedingungen Erstaunliches zuwege gebracht hat. Das Filmprogramm wird ergänzt um eine Reihe von Vorträgen und Gesprächen, die sich mit dem kulturellen und historischen Entstehungskontext der Filme befassen.

http://www.dhm.de/kino/imaufbauisrael.html