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lundi 10 novembre 2008

Konferenz Scham und Schuld. Geschlechter(sub)texte der Shoah

Konferenz
Scham und Schuld.
Geschlechter(sub)texte der Shoah

Eine Konferenz des Graduiertenkollegs "Geschlecht als Wissenskategorie" Humboldt-Universität zu Berlin, 14. - 15. November 2008

Konzeption: Konstanze Hanitzsch, Sven Glawion
Organisation: Maja Figge, Konstanze Hanitzsch, Sven Glawion, Florian Kappeler, Nadine Teuber

Scham und Schuld konstituieren zentrale Narrationen, in denen die Verbrechen der Shoah erzählt werden. Verhandeln die Überlebenden der Shoah darin ihre traumatischen Leiden, die unabschließbar sind, kursieren auf der Täter/-innenseite vielfältige Erzählungen, welche versuchen, die Shoah zu bannen und/oder in ein nationales, deutsches Motiv verwandeln.
Insbesondere die sexuelle Konnotation der Scham spielt hier eine bedeutende Rolle. Der Schwerpunkt unserer Konferenz liegt auf der Betrachtung des Umgangs mit der Shoah und ihrer von Scham und Schuld bestimmten Erinnerung auf der Täter/innenseite.
Von Interesse sind hier nicht nur die Gender-Codierungen von Scham und Schuld selbst, die im Erinnern und Verschweigen der Shoah zirkulieren, sondern auch die Frage nach dem Geschlecht  der als Männer und Frauen schuldig Gewordenen. Welcher Zusammenhang besteht zwischen den Gender-Codierungen und den Verbrechen der Shoah? Werden hier verborgene Schuldabwehr- bzw. Ermächtigungsstrategien durch die Einnahme von Opferpositionen wirksam? Auf der Konferenz werden aus literatur- und kulturwissenschaftlicher Perspektive verschiedene Schauplätze, wie Familie, Religion, Justiz, Psychoanalyse, Sex und Politik aufgesucht, an denen Scham und Schuld, ihre geschlechtliche Codierung und ihre strategisch-diskursive Verwendung in Erzählungen  über die Shoah zum Einsatz kommen.

mercredi 5 novembre 2008

Konferenz: linke Erinnerungspolitik am 8. November im Mehringhof in Berlin "Kein Vergeben - kein Vergessen"



Aus Anlass des 70. Jahrestags der Reichspogromnacht vom November 1938 findete am Samstag, 8. November 2008 in Berlin eine Konferenz unter dem Titel "Kein Vergeben - kein Vergessen" zu den Perspektiven linksradikaler Erinnerungspolitik statt. Die Konferenz steht im Zusammenhang mit der jährlichen Demonstration zum 9. November in Berlin-Moabit.


10-12 Auftaktveranstaltung

„Kein Vergeben - kein Vergessen! Unterschiedliche Formen linksradikaler Geschichtspolitik“

Das Auftaktpodium soll zeigen, welche verschiedenen Ansätze und Formen linksradikaler Geschichtspolitik es gibt. VertreterInnen von Initiativen zu Entschädigungszahlungen, aus der ZeitzeugInnenarbeit, Partisanenwanderungen u.ä. geschichtspolitischen Exkursionen, Alt- und Neunazi-Outing Gruppen und der kontinuierlichen Erinnernungsarbeit präsentieren ihre Arbeit und ihre Interventionen in die Geschichtspolitik der Regierung. Anhand ihrer jeweiligen Aktionsformen begründen verschiedene AktivistInnen, die AIM und der VVN ihre Ziele und den geschichtspolitischen Hintergrund ihres Eingreifens, wobei Bandbreite und Motivation linksradikaler Geschichtspolitik deutlich werden soll.

Podiumsdiskussion mit:


12-14 Workshopphase - „Zum Umgang mit der Geschichte“

In verschiedenen Workshops soll den Fragen nachgegangen werden, welchen Umgang mit der Geschichte es in der deutschen Linken gibt. Dabei sollen sowohl die im Auftaktpodium angerissenen Ansätze inhaltlich vertieft werden können, als auch andere Aspekte Raum finden, die eher für die Diskussion von Grundlagen für unser linkes Selbstverständnis relevant sind und weniger in konkreten Aktionen umsetzbar sind.

  • Auferstanden aus Ruinen – Anspruch und Wirklichkeit des DDR-Antifaschismus: Dietmar Wolf, Berlin
  • Das staatliches Gedenken und die aktuelle Gedenkstättenpolitik der Bundesregierung: Hannes Püschel / VVN-BdA
  • Initiative "Zug der Erinnerung-Berlin": Dirk Stegemann
  • Der Kampf um die Entschädigung: AK Distomo


GEMEINENSAMES MITTAGSESSEN MIT FOOD FOR ACTION


15-17 Workshopphase - "Die Bedeutung der Geschichte fürs Hier und Jetzt"

Während in den 50er/60er Jahren in der BRD der Kampf der Linken vor allem einer gegen das Schweigen und Verdrängen im unmittelbaren sozialen Umfeld und in den Institutionen war, stellt sich heute, unter veränderten gesellschaftlichen Vorzeichen, die Frage nach dem Umgang mit der Geschichte neu. Die offensichtlichen TäterInnen sterben aus, der ehemalige Außenminister meint Auschwitz läge im Kosovo und für Frau Schmidt und Herrn Mustermann ist der NS-Faschismus scheinbar auf Familienfeiern kein Streitthema mehr. Im Gegenteil, die bundesdeutsche Gesellschaft scheint sich einig: er sei bis ins Kleinste wissenschaftlich erforscht. Aber ist das so und selbst wenn? Wäre er damit auch in seiner gegenwärtigen Bedeutung erledigt? In diesem Block soll die Relevanz der Geschichte für unsere aktuelle linke Politik diskutiert werden. Was und wie kann und muss (linksradikale) Geschichtspolitik heute aussehen?

  • Gedenkstätten in der BRD - Ansprüche und Möglichkeiten: Kerstin Bischl / reflect!
  • Das Gegenseitige Lernen: die Arbeit mit ZeitzeugInnen: Tanja Von Fransecky
  • Dokumentation und Aktion: AK Angreifbare Traditionspflege (Dortmund)
  • Der „neue deutsche Opferdiskurs“ und das „Zentrum gegen Vertreibungen“: AG „MS Steinbach versenken“, gruppe subcutan
  • Umgang mit dem NS nach 1945 in der BRD und der DDR: Elke Gryglewski / Haus der Wannseekonferenz


17:30 Abschlussveranstaltung

„Aufgearbeitet wäre die Vergangenheit erst dann, wenn die Ursachen des Vergangenen beseitigt wären“

Die unterschiedlichen Themen und Positionen aus den beiden Blöcken sollen in zugespitzter Form auf dem Abschlusspodium noch einmal Raum finden und gemeinsam diskutiert werden können. Am Beispiel den Protesten gegen das so genannte „Heldengedenken“ in Halbe (FELS), der organisierten antifaschistischen Arbeit (ALB), der Kontinuität der antifaschistischen Intervention (VVN), der Neuorientierung in der Geschichtspolitik (N.N.) und dem Versuch des Brückenschlags aus den Lehren der Geschichte emanzipatorisch in die Gegenwart einzugreifen (AIM) soll der versuch unternommen werden, eine gemeinsame Position zu linker Geschichtspolitik zu finden und ihre Bedeutung für die tägliche Praxis in Form emanzipativer Veränderung der Gesellschaft für uns zu klären.

Podiumsdiskussion mit:

Ab 20 Film und Ausklang

mardi 2 septembre 2008

Europäische Sommer-Universität Ravensbrück

Europäische Sommer-Universität Ravensbrück
Die Erinnerung an die Shoah an Orten ehemaliger Konzentrationslager in
West- und Osteuropa. Geschichte, Repräsentation und Geschlecht
15. bis 19. September 2008

Die diesjährige Europäische Sommer-Universität der Gedenkstätte
Ravensbrück ist dem Thema der Erinnerung an die Shoah an Orten
ehemaliger Konzentrationslager gewidmet. Diskutiert werden Genese,
Formen und Narrative der Erinnerung, wobei die Frage nach Funktion und
Bedeutung der Kategorie Geschlecht in den Repräsentationen zentral ist.
Schwerpunkte sind die Historiographie der Shoah und die
Erinnerungsgeschichte in Westund Osteuropa. Untersucht werden die
Repräsentationen des Mordes an den europäischen Juden an Orten
ehemaliger Konzentrationslager, wie beispielsweise Denkmäler,
Ausstellungen oder auch Praktiken des Gedenkens vor Ort. Darüber hinaus
geht es um die Frage nach den konkurrierenden Narrativen: Welche
sozialen Gruppen haben zu welchem Zeitpunkt an Orten
nationalsozialistischer Verbrechen ihre Erinnerung manifestiert? Thema
sind nicht nur die Transformationen memorialer Praxis in Ost- und
Westeuropa, sondern auch Fragen der Viktimisierung und Heroisierung in
den Repräsentationen. An den Vormittagen finden einführende Vorträge
statt. Diese werden am Nachmittag in Arbeitsgruppen vertieft, die
parallel durchgeführt werden. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und
Englisch. Eine Simultanübersetzung der Vorträge wird angeboten.

vendredi 22 août 2008

Ильич в Альпах . Lenin bald überall?

http://sowjettka.livejournal.com/

dimanche 6 juillet 2008

Italy Attacked Over Plan to Fingerprint Roma and Sinti

A plan by the Italian government to fingerprint undocumented Roma and Sinti has sparked outrage among human rights groups and the EU who warn identifying people based on ethnicity can set a dangerous precedent

Italian Prime Minister Silvio Berlusconi's plan to take a census of all Roma and Sinti people living in some 700 camps in Italy as part of a broader crackdown on crime was slammed by rights groups on Thursday, July 3.

"We are very worried about discrimination according to race or religion," Marco Impagliazzo, president the Community of Sant'Egidio, said at a press conference in Rome on Thursday. "This approach violates Italian and European law and calls to mind painful memories, such as the Vichy regime of (Nazi-collaborating, World War II) France," Impagliazzo said.

He handed out a copy of one camp dweller's form, which contained his photograph, his fingerprint, and the words "Roma from Serbia" and "Orthodox" filled in under the headings "ethnic origin" and "religion."

On Wednesday, members of the European Parliament attacked the scheme.

"It is inconceivable in a member state of the EU (that) a specific social group is targeted by collecting fingerprints, including of minors, as it is happening now in Italy with Roma communities," German member of the EU parliament, Alexander Alvaro said. "This brings us back to dramatic periods of European history and we appeal to the Italian government to step back from this racist exercise of ethnic profiling," he said.

Escalating tensions

The latest measure comes a month after several gypsy camps in southern Italy were torched forcing Roma inhabitants to flee under police protection.

The arson attacks were triggered by violent protests after a Roma youth was accused of trying to kidnap an Italian baby.

The Italian government has evoked a "Roma emergency" in large cities like Milan, Rome and Naples and said it plans to close unauthorized camps by May 2009 and repatriate people who are in Italy illegally.

About half of the estimated 160,000 Roma and Sinti people living in Italy are Italian citizens, another 20 percent are citizens of other EU countries while the remainder come from the countries that once made up Yugoslavia.

Last month, some 3,000 Roma and Sinti took to the streets of Rome to protest against alleged xenophobia against them amid widespread anger among Italians who blame them for rising crime and insecurity.

This week, Italian Interior Minister Roberto Maroni, a member of the right-wing Northern League party in Berlusconi's centre-right coalition, said the idea behind the census was to put an end to illegal camps and guarantee security to Italian citizens.

Children would also be fingerprinted "to prevent phenomena such as begging," Maroni said, adding that in many cases, people are living in camps in "sub-human conditions where children are forced to live with rats."

The Italian government has defended its actions, saying it is within the realm of existing Italian laws and EU directives.

"Europe's forgotten citizens"

But a study released by the European Commission this week on the discrimination faced by the Roma found their life expectancy is 10-15 years lower than those of other Europeans.

Roma are particularly exposed to high poverty and unemployment, and those who work usually do so illegally, the report said.

"Roma are one of the largest ethnic minorities in the EU, but too often they are Europe's forgotten citizens," said EU Equal Opportunities Commissioner Vladimir Spidla.

"They face persistent discrimination and far-reaching social exclusion. The EU and member states have a joint responsibility to end this situation."

http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3461334,00.html

samedi 7 juin 2008

Deutschland // Brandenburg // Lieberose // 2008


„Die Zulässigkeit des Betretens privater Wohnungen zur Erkundung von Grabstätten (...) stellt, auch unter Berücksichtigung der besonderen moralischen Verantwortung gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus, keine unerlässliche Voraussetzung eines geordneten menschlichen Zusammenwirkens in der Bundesrepublik Deutschland dar.“ (LG Cottbus, Urteil v.6. Mai 2008, Az. 7 T 223/07)

In Lieberose / Jamlitz befindet sich in einem ehemaligen Außenlager des KZ Sachsenhausen der Ort, an dem die meisten Juden auf dem Gebiet des späteren Landes Brandenburg, vor allem aus Ungarn, ermordet wurden. Ein Massengrab ist bislang immer noch nicht gefunden worden.

In der DDR wurde eine Gedenkstätte am Friedhof in Lieberose errichtet, der die jüdische Identität der Opfer mehr oder weniger verschweigt. 1971 wurde ein Massengrab gefunden, die Leichen in der Folgezeit exhumiert. Entgegen dem jüdischen Ritus, der eine Einäscherung verbietet und ohne Rücksprache mit der jüdischen Gemeinde in der DDR verbrannte man die Leichen und setzte sie als Opfer des Faschismus in der Gedenkstätte bei. Darauf, dass sie deportiert und ermordet wurden, weil sie Juden waren, wie üblich kein Hinweis.

Jamlitz/Lieberose ist für das Gedenken insofern ein komplizierter Ort, weil nach 1945 in Jamlitz ein sowjetisches Speziallager eingerichtet wurde. Nun tobt der Kampf um die Erinnerung in den umliegenden Gemeinden. Ein kleines, in der DDR vom Lehrer Peter Kotzan mit Schülern begründetes Privatmuseum erinnert an den Judenmord. Schon in der DDR versuchte diese Initiative, Kontakte nach Israel zu knüpfen.

Die Verfolgten den Stalinismus versuchen seit 1990, wie auch in der Gedenkstätte in Sachsenhausen, im antitotalitären Konsens, ihr Leiden in den Vordergrund zu rücken. Sie sind jünger als die wenigen KZ-Überlebenden, sie sind Deutschte, sie haben auch regional eine Lobby.

2003 wurde eine Gedenkstätte eröffnet, die – in völliger Verkennung der tatsächlichen Opferzahlen – 11 Tafeln für die Speziallagerhäftlinge und 19 Tafeln für die KZ-Häftlinge vorsieht. (Die Sowjets nahmen keine Massenexekutionen vor, einige der von den Sowjets Internierten waren NS-Täter, aber was zählt das schon im Zeitalter des Gedenken der Opfer „von Krieg und Gewaltherrschaft“). Entgegen einer Resolution des EU-Parlaments aus dem Jahr 1993, nach dem der Opfer von vor und nach 1945 räumlich getrennt gedacht werden sollte, sind diese Tafeln nur durch einen Feldweg getrennt.

Ins öffentliche Bewusstsein rückten die Nazi-Opfer wegen der erneuten Suche nach einem zweiten Massengrab. Es wird auf einem Privatgrundstück vermutet. EinWohngebiet wurde ab 19149 auf dem Gelände des ehemaligen KZ erbaut. Der Eigentümer des Privatgrundstücks weigert sich, die erforderlichen Sucharbeiten auf seinem Grundstück zu dulden. Das befasste LG Cottbus prüfte vor allem das Gräbergesetz und ein Abkommen mit Ungarn über Kriegsgräber. Es wollte keine Durchsuchungsbefugnis zur Feststellung der Gräber feststellen. Das Privateigentum und der Schutz der Wohnung, zu dem auch das Grundstück nach Art. 13 GG gehört, (womöglich auf einem Massengrab) überwiegen.

Unklar ist, neben den sprachlichen Wertungen, warum brandenburgisches Polizeirecht angewendet wurde. Die Strafprozessordnung hätte deutlich mehr Eingriffsmöglichkeiten geboten. Vielleicht sollte einmal jemand Strafanzeige gegen unbekannt wegen Mordes erstatten, (vielleicht leben noch Täter?)

Interessant auch, wie das Gericht entschieden hätte, wenn es sich um deutsche Soldatengräber gehandelt hätte.

samedi 17 mai 2008

HU Berlin: Memory of Shoa in East Central Europe

Verfahren der Anamnesis:
Erinnerung an den Holocaust in Ostmitteleuropa nach 1990

Humboldt-Universität zu Berlin / Collegium Hungaricum Berlin
22.-24. Mai 2008

Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Die interdisziplinäre Tagung will sich mit den aktuellen Tendenzen und Strategien der Erinnerung an den Holocaust im postkommunistischen Ostmitteleuropa (in Polen, in der Slowakischen und der Tschechischen Republik, in der Ukraine, in Ungarn wie auch in den 'neuen' Bundesländern) aus kultur­wissenschaftlicher Perspektive auseinander setzen. Angestrebt ist eine vergleichende Diskussion diskursiver Transformationen sowie symbolischer (darunter literarischer und künstlerischer) Kodierungen und Repräsentationen, die als Vehikel und Verfahren der 'wiedergefundenen' Erinnerung fungieren. Im Mittelpunkt des Interesses stehen memoriale Prozesse, die im heutigen Ostmitteleuropa vielerorts Formen einer gesellschaftlichen, durchaus widersprüchlichen Anamnesis annehmen, ausgelöst nicht zuletzt durch die demokratische Wende um 1990 ... [mehr]

http://www2.hu-berlin.de/anamnesis/index.html

N. Sznaider und M. Brumlik am 18.05.08 in der Böll-Stiftung

So 18.5.08 18 bis 20 UhrHeinrich-Böll-Stiftung
Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Zeitgeschichte im Gespräch #19

Gedächtnisraum Europa - Die Visionen des europäischen Kosmopolitismus. Eine jüdische Perspektive

Das Europa des 21. Jahrhunderts definiert sich kosmopolitisch. Universale Symbole wie die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" und der Begriff des "Verbrechens gegen die Menschheit" dienen als Orientierung für kosmopolitische Gedächtniskulturen – Schlagworte, die gerade in Europa nach der konkreten historischen Erfahrung des Mordes an den europäischen Juden als politische Grundbegriffe formuliert wurden. Bei all diesen Debatten werden jüdische Stimmen jedoch nicht wahrgenommen. Mit Bezug auf die Schriften von Hannah Arendt versucht Natan Sznaider zu zeigen, wie sich zurzeit besonders in Europa eine neue kosmopolitische Sprache und Wirklichkeit herausbildet, die sich ohne Rückgriff auf das jüdische Gedächtnis über den Judenmord definieren will. Dieser Diskussion stellt sich der Autor in seinem Werk und anschließend im Gespräch.

Mit:
Natan Sznaider, Autor des Buches "Gedächtnisraum Europa"
Micha Brumlik, Autor des Buches "Kritik des Zionismus"
Waltraud Meints-Stender, wiss. Mitarbeiterin im Hannah Arendt Zentrum der Universität Oldenburg

http://www.boell.de/navigation/index-539_35303632.html

vendredi 16 mai 2008

Jewgeni Chaldej Retrospektive


Der bedeutende Augenblick - Ausstellung im Martin Gropius Bau Berlin 8. Mai - 28. Juli 08

Nahezu 200 Fotografien und eine Vielzahl zeitgenössischer Dokumente illustrieren das bedeutende Gesamtwerk von Jewgeni Chaldej. Kurator der Ausstellung ist Ernst Volland. Ein Großteil der Fotos stammt aus der Sammlung Ernst Volland / Heinz Krimmer.

jeudi 1 mai 2008

"Mauthausen Komitee Deutschland" gegründet

"Mauthausen Komitee Deutschland" gegründet.

Vertreterinnen und Vertreter der beiden ost- und westdeutschen antifaschistischen Vereine "Deutsches Mauthausen Komitee Ost" (DMK Ost) - Nachfolgeorganisation der "Deutschen Lagergemeinschaft ehem. Häftlinge des KZ Mauthausen, Hinterbliebene und Freunde" - und das "Mauthausen Komitee Stuttgart" haben sich am 26./27.04.2008 im thüringischen Sülzhayn/Harz zusammengefunden, um die gesamtdeutsche Dachorganisation "Mauthausen Komitee Deutschland" (MKD) zu gründen.

Nach gründlicher Vorbereitung wurde einstimmig und mit Beifall eine Vereinssatzung angenommen, deren wichtigste Botschaft darin besteht, das im Schwur der Mauthausen-Häftlinge vom 16.05.1945 postulierte Vermächtnis an die Nachfolgegenerationen der Zeitzeugen weiter zu geben. Als Zweck des überkonfessionell und überparteilich tätigen Dachverbandes wurde u.a. die Mitarbeit an der Erhaltung und wissenschaftlich wie pädagogischen Betreuung des ehem. KZ Mauthausen und seiner Nebenlager formuliert.

Dazu werden die selbständig tätigen Mitgliedsorganisationen alle Möglichkeiten nutzen, um vor allem junge Menschen für die Erforschung von Lebensbildern ehem. Häftlinge des KZ Mauthausen und ihrer Peiniger zu begeistern - nicht zum Selbstzweck, sondern um sich mit Wissen und Überzeugung in die Auseinandersetzung mit Neofaschismus, Antisemitismus, Nationalismus und Ausländerfeindlichkeit einzumischen. Ein "Koordinierungsrat" wird auf Bundesebene gemeinsam geplante Projekte und Aktivitäten koordinieren und publizieren.
Als Dachorganisation wird das DMK künftig mit einer Stimme im 20-köpfigen "Comitee International de Mauthausen" (Internationales Mauthausen Komitee) vertreten sein.
Dem neuen gesamtdeutschen Dach können sich weitere Vereine, Initiativen usw. anschließen, die sich dem Anliegen des "Mauthausen Komitee Deutschland" verpflichtet fühlen.

Als Kontaktadressen stehen z.Z. die Vorstände der beiden Mitgliedsorganisationen "Mauthausen Komitee Stuttgart" (Sitz Stuttgart) und "Deutschs Mauthausen Komitee Ost" (Sitz Potsdam) mit ihren Homepages im Internet und die Dachorganisation mit Adresse Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin (VVN-BdA) zur Verfügung.

dimanche 20 avril 2008

Malka, Silke & Laura Radosh starring in "Tote Schwule und lebende Lesben"

In seinem Dokumentarfilm entwirft Rosa von Praunheim die Vision einer von Frauen regierten Subkultur und damit eine Geschichte der Homosexualität und ihrer Unterdrückung, die er neu gewichtet: Während die homosexuellen Männer in Deutschland erst durch den Holocaust und später durch Aids herbe Verluste hinnehmen mussten, setzten sich Praunheim zufolge die lesbischen Frauen mittlerweile an die Spitze der sogenannten Queer-Bewegung.
Die weiblichen Protagonisten im Film entstammen zwei Generationen und stehen für Gegenwart und Zukunft der Homosexuellen in der Gesellschaft: Die in Berlin lebende Türkin DJ Ipec, die sich souverän in der Clubszene bewegt, die Journalistin Manuela Kay, die das Lesbenmagazin „L-Mag“ herausgibt, und die Familiengründerinnen Laura und Silke Radosh, die mit ihrem Baby eine lesbische Krabbelgruppe besuchen. Auch die Schauspielerin und Kabarettistin Maren Kroymann zählt zu den in die Zukunft weisenden Protagonisten. Sie war in der Erfolgsserie „Oh Gott, Herr Pfarrer“ als Pastorengattin bekanntgeworden, um sich kurze Zeit später dann souverän zu outen.
Die männlichen Protagonisten dagegen gehören alle zu der einen Generation, die das Dritte Reich und Deutschland am repressivsten Punkt der Geschichte erlebte. Hier greift von Praunheim auf selbstgedrehtes Material seiner inzwischen verstorbenen Helden zurück, das er zu intensiven Porträts verdichtet. Walter Schwarze und Albrecht Becker waren in der Nazizeit interniert – der eine ein Melancholiker, der fast an seinem Schicksal zerbrach, der andere bekennender Masochist, der sein Leben im Knast genoss. Auf die Nachkriegszeit verweist der Entertainer Joe Luga. Als Chansonnier hatte er die Truppen an der Ostfront noch in Frauenkleidern unterhalten und kam erst unter der Regierung Adenauer ins Gefängnis.

http://www.teddyaward.tv/2008/popup/video.asp?OzIID=12031&ObjKatID=119&ThemaKatID=1053

jeudi 17 avril 2008

Befreiungsfeiern am Sonntag (20. April 2008) in Ravensbrück und Sachsenhausen


Am Sonntag finden die Befreiungsfeiern ab 10 Uhr in der Gedenkstätte Ravensbrück und ab 14 Uhr in der Gedenkstätte Sachsenhausen statt.

Sonntag | 20. April 2008 | 10 Uhr | Jahrestag der Befreiung

63. Jahrestag der Befreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers Ravensbrück

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Begrüßung:
Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Simone Gournay, Internationales Ravensbrück-Komitee

Robert Philipp, Bürgermeister der Stadt Fürstenberg / Havel


Es sprechen:
Prof. Dr. Johanna Wanka, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
Prof. Dr. Henry Friedlander, Historiker, USA

Musik:

Anne Wiemann

Sonntag | 20. April 2008 | 13 Uhr | Gedenken

Gedenken am Ort des ehemaligen »Jugendschutzlagers« Uckermark

Eine Veranstaltung der Lagergemeinschaft Ravensbrück / Freundeskreis e.V.



In Sachsenhausen wird am 17. April die neue Ausstellung in der ehemaligen Häftlingsküche eröffnet.

Die Befreiungsfeier am Sonntag hat das folgende Programm:

14.00 Uhr: Begrüßung, anschließend dezentrale Gedenkveranstaltungen
15.30 Uhr: Gedenkveranstaltung am zentralen Gedenkort "Station Z"

Ansprachen
Pierre Gouffault Präsident des Internationalen Sachsenhausen Komitees
Ulrich Jungshanns Stellvertretender Ministerpräsident des Landes Brandenburg
Johano Strasser Präsident des Deutschen P.E.N. Zentrums

Übergabe des Totenbuchs des KZ Sachsenhausen an den Präsidenten und die Vizepräsidenten des Internationalen Sachsenhausen Komitee.

vendredi 4 avril 2008

Je me souviens (8)


Quand j'avais 8 ans, je refusais d' accepter que j'étais allemande. Je me rêvais partisan et voulais combattre les forces nazies dans les forêts réelles et imaginaires. On aimait les falaises, mais il n'y en avait pas malheureusement.

8. April: Die dritte Generation und der Holocaust

Vortrag von Prof. Dr. Dan Bar ON
Ort: Martin-Gropius-Bau, Kinosaal
Dienstag 8. April 2008 | 20:00

Veranstalter
Stiftung Topographie des Terrors
Stresemannstraße 111
10963 Berlin

Eintritt frei

mercredi 2 avril 2008

Feiernde Überlebende im befreiten KZ Dachau

Never forget who liberated the survivors and never forget that it did all happen.

Am 19./20. April wird der 63. Jahrestag der Befreiung in den Gedenkstätten Ravensbrück und Sachsenhausen begangen.